Die Piratenmannschaft

Piraten waren teilweise hervorragende Seemänner und viele kannten sich auf den sieben Weltmeeren so gut aus, wie wir uns in unserer Heimatstadt auskennen. Es gab neben dem Piratenkapitän natürlich noch andere wichtige Mitglieder einer Piratenmannschaft, wie den Navigator, den Quartiermeister, manchmal einen Schiffszimmermann und die Kanoniere

Piratenmannschaft – der Navigator

Der Navigator waren eine ganz wichtige Person an Bord des Schiffes. Der Navigator bestimmte mit Kompass, Zirkel, den Seekarten und einer Sanduhr die Schiffsposition, die Fahrtrichtung und wie schnell das Schiff unterwegs war. Navigation bedeutete für die Piraten die Bestimmung des Schiffsweges mit Hilfe von Kompass und Karte. Heute geht das leichter: Die meisten Schiffe haben einen Computer mit Navigationssystem, der die Fahrtroute genau berechnet.

Navigationsinstrumente – das Handlog

Das Brett wurde vom Schiffsheck aus ins Wasser geworfen. Wegen des großen Reibungswiderstands blieb es praktisch an der gleichen Stelle im Wasser. Eines der wichtigsten Hilfsmittel des Navigators war das Handlog. In Verbindung mit einer Sanduhr konnte der Navigator die Geschwindigkeit des Schiffes messen. Das Handlog selber bestand aus einem mit Blei beschwerten Brett, an dem die sogenannte Logleine befestigt war. Desto schneller das Schiff fuhr, umso schneller rollte sich die Logleine ab. In der Leine befanden sich Knoten, die gezählt wurden, solange die Loguhr (eine Sanduhr für genau 15 s) lief. Die Anzahl der Knoten war ein Maß für die Geschwindigkeit. Die Logleine war in Abständen von 6,84 m mit Knoten markiert und hat eine Gesamtlänge entsprechend der möglichen Höchstgeschwindigkeit des Bootes. Die in der üblichen Zeiteinheit von 14 s ausgelaufenen Marken gaben dann für die Piraten aber auch Handelsschiffe die Fahrt in Knoten an. Der scheinbar willkürlich gewählte 6,84 m Abstand ist aber gar nicht zufällig gewählt. Wer mehr dazu wissen möchte findet bei Wikipedia einige Erläuterungen zur Seemeile

Navigationsinstrumente – der Sextant

Der Sextant war ein sehr wichtiges Navigationsinstrument. So kompliziert das Gerät auch aussehen mag, es ist nichts anderes als ein Winkelmesser. Der Sextant sieht aus wie ein 60° Kuchenstück. Mit dem Sextanten misst der Navigator den Winkel zwischen Horizont und Sonne, wenn diese ihre höchsten Stand erreicht hat. Dabei wird ein Spiegel solange gedreht, bis Sonne und Horizont auf einer Linie liegen. Dann wird der Einfallswinkel der Sonne gemessen. Anschließend liest man den Einfallswinkel der Sonne auf einer Skala ab und errechnet daraus den Breitengrad. Das geht am einfachsten, wenn Tag und Nacht gleich lang sind. Am Nordpol, auf dem 90. Breitengrad steht dann die Sonne flach am Horizont. Der Sextant misst null Grad. Zeigt der Sextant 20 Grad, ist das Schiff auf dem 70. Breitengrad.

Weitere Informationen zum Sextanten gibt es auch noch hier

Piratenmannschaft – Quartiermeister

Der Quartiermeister auf einem Piratenschiff war verantwortlich für Proviant, Verpflegung und die Munition an Bord eines Piratenschiffes. Der Quartiermeister, der genauso wie der Piratenkapitän demokratisch gewählt wurde, führte das Schiff, wenn es nicht gerade einen Angriff auf ein Handelsschiff gab. Nur beim Überfall auf ein Beuteschiff hatte der Piratenkapitän absolute Befehlsgewalt. Ansonsten kümmerte sich der Quartiermeister um alle Belange, er verteilte auch die Beute. Der Piratenkapitän erhielt dabei einen doppelten Anteil, der Quartiermeister der Piratenmannschaft einen eineinhalbfachen Anteil. Die Beute wurde manchmal sogar offen aufbewahrt, damit der Quartiermeister, der die erbeuteten Schätze verwaltete, sich nichts davon abzweigen konnte.

Quartiermeister – John Rackham

Calico Jack Rackham , einer der bekanntesten Piraten im  18 Jahrhundert und der angebliche „Erfinder“ der Piratenflagge war Quartiermeister, bevor er zu einem der gefürchtesten Piratenkapitäne aufstieg. Er war unter dem Kommando von Charles Vane Quartiermeister. Als der Kapitän Charles Vane auf einer Kaperfahrt sich weigerte ein französisches Schiff anzugreifen, war die Besatzung so erbost, das sie meuterte und Jack Rackham zu Ihrem neuen Kapitän wählten. Der neue Piratenkapitän Rackham kehrte sofort um und enterte das französische Schiff. Nach diesem Sieg und ermutigt durch die erbeuteten Reichtümer an Bord des gekaperten französischen Schiffes, schlug Jack Rackham seiner Mannschaft vor, dass sie sich fortan dem Piratenwesen widmen sollten. Wahrscheinlich wurde der Beschluß der Mannschaft zur Piraterie durch den Schatten der Meuterei, der wie ein Damoklesschwert über den Köpfen hing, begünstigt.

Piratenmannschaft – Kanonier

Der Kanonier auf einem Piratenschiff war Teil einer ganzen Mannschaft. Manchmal waren bis zu 15 Mann nötig, um die schweren Kanonen zu bedienen. Die Kanonen machten einen ohrenbetäubenden Lärm und viele der Kanoniere waren schon fast taub.

Playmobil Piratenmannschaft

Damit unsere kleinen Piraten die gefährlichen Kaperfahrten nachspielen können, gibt es von Playmobil natürlich auch Boxen mit einer komplette Piratenmannschaft. Da gibt es die große Playmobil Piratenmannschaft, die Piratenbande mit ihrem Piratenschatz, einen angsteinflößenden Playmobil Piratenkapitän und auch das komplette Playmobil Piratenschiff mit der kompletten Piratenmanschaft. Anbei haben wir mal alle Links von Amazon für euch herausgesucht:

, ,

Jetzt kommentieren.

Schreibe einen Kommentar