Geschichte der Piraten

Piraten gibt es seit über 3000 Jahren – eigentlich schon so lange, wie es die Seefahrt und den Seehandel gibt. Menschen, meist arme Hafenarbeiter, schlossen sich den Piraten an. Wo Handelsrouten durch Meerengen oder zwischen Inselgruppen hindurch führten und in Nord- und Ostsee so wie im Mittelmeerraum oder der Karibik trieben Piraten ihr Unwesen, überfielen Handelsschiffe, Häfen und Städte. Sie erbeuteten wertvolle Vasen, Schmuck, Gold, Dukaten, Tabak, Stoffe, Gewürze, Waffen, Schießpulver, Nahrung und vieles mehr.

Piraten – Antike Geschichte

Schon in der griechischen antiken Zeit wurde bereits von Piraten berichtet. In römischer Zeit, dem ersten Jahrhundert vor Christus, fingen Piraten an, sich von den inselreichen Gebieten Griechenlands und der Türkei Richtung Mittelmeer auszubreiten.

Die Piraten gefährdeten den Handel der Römer so sehr, dass es zu Engpässen in der Nahrungsversorgung kam. Die Seeräuber wurden zu einer immer größeren Gefahr für den Handel. Darum beschlossen die Römer im Jahre 67 vor Christus einen Kriegszug gegen die Piraten, welchen die Römer auch gewannen. Doch das Problem war natürlich nicht gelöst.

Piraten – Geschichte Mittelalter

Ende des 11. Jahrhunderts kämpften Piraten im Mittelmeer sogar im „Heiligen Krieg“ zwischen Muslimen und Christen, denn unten diesen Völkergruppen gab es auch Piraten.
Die Hochzeit der Piraten begann mit der Entdeckung Amerikas: Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert überfielen die Seeräuber die Handelsrouten zwischen Europa und Amerika, wie die Seerouten der Karibik und Indiens. In Südostasien liegt die ca 900 Kilometer lange Straße von Malakka. Sie ist die meist befahrene Wasserstraße der Welt. Hier fanden sehr viele Piratenüberfälle statt.

Piraten, Freibeuter und Kaperer

Es gab „gewöhnliche“ Piraten, Freibeuter, staatlich unterstützte Kaperer sowie die gefürchteten Bukaniere. Auch auf der Ost und Nordsee gab es Piraten. Diese nannte man Wikinger und trieben von 517 bis 1066 in Westeuropa und Osteuropa ihr Unwesen. Sie griffen mit ihren schnellen Langbooten, deren Kriegsschiffe, auch im seichten Wasser an und konnten durch die Bauweise der Schiffe auch schnell wieder verschwinden. Die Schiffe waren so gebaut, dass sie auch in sehr flachem Wasser fahren konnten und so war es den Wikingern möglich, auch über die Flüsse Städte anzugreifen und auszurauben wie zum Beispiel Paris. Die Wikinger hatten auch Handelsschiffe, die sogenannten Knorren, mit denen sie zum Handel aufbrachen oder aber auch Entdeckungsfahrten starteten.

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