Das Piratenschiff – Die Heimat der Piraten Teil 2

Das Leben auf dem Piratenschiff – Auch wenn das Leben der Piraten von vielen Gefahren geprägt war, war der Alltag auf See sehr arbeitsreich. Obgleich sie wochenlang auf eine geeignete Beute warteten mussten, gab es auch in der Zwischenzeit einiges auf dem Piratenschiff zu tun. Wurde ein fremdes Schiff gesichtet, begannen erst heftige und für die Piraten gefährliche Kämpfe. Eventuell wurde das Schiff nun gekapert, ausgeplündert und mittendrin kämpften die Piraten gegen ihre die Besatzung der Handelsschiffe.

Ruhige See – Flaute auf dem Piratenschiff

Wenn die See jedoch ruhig war, langweilte sich die Mannschaft über viele Wochen hinweg.  Oft betranken sich die Piraten, sodass es oft untereinander zu Streit kam. Dennoch hatte nicht nur der Kapitän das Sagen. Die Piraten entschieden oftmals demokratisch und folgten strengen Regeln, die gemeinsam aufgestellt wurden. Waren die Wetterverhältnisse jedoch schlecht und rau, wurde die Besatzung nicht nur von Salzwasser durchnässt, sondern fror und litt an verschiedensten Verletzungen. Dann kämpften die Piraten mit Erschöpfung und Müdigkeit. Nachts schlief nur ein Teil der Mannschaft, während einige Piraten Wachen hielten. Da viele Piraten auf engstem Raum lebten, schliefen sie auch dicht nebeneinander gedrängt. Es war nicht nur ein unbequemer Schlaf, sondern geplagt von stinkendem Bilgenwasser und Ratten, die es sich auf dem Schiff gemütlich machten.

Das Piratenleben auf dem Schiff war nicht immer lustig

Tagsüber war es jedoch sehr heiß und die tropische Sonne verbrannte die Haut der Piraten. Waren sie krank oder litten an Schmerzen, gab es keine Medikamente. Auch Körperteile, die in den Gefechten verletzt wurden, wurden ohne Narkose abgesägt, um eine lebensgefährliche Entzündung zu vermeiden. Hierbei war der Schiffszimmermann Krankenschwester und Arzt zugleich. Problematisch war auch die Haltbarkeit der Nahrungsmittel. Fleisch vergammelte oft schnell. Das Bier, das viele Piraten gerne tranken, war auch oft schnell verdorben. Bei sehr langen Reisen verspeisten die Piraten viele Zitrusfrüchte, um dem Vitaminmangel zu entkommen. Hühner wurden erst auf dem Schiff geschlachtet, damit  Fleisch und frische Eier verfügbar waren. Dennoch war diese eine Ausnahme, da vor allem Meeresschildkröten als Hauptnahrungsquelle angesehen wurden. Diese Tiere waren nicht flink, sondern eine leichte Beute für die Piraten. Dennoch mussten mehr als 100 Piraten über einen langen Zeitraum, von manchmal mehr als drei Jahren auf dem Schiff versorgt werden.

Piratenschiff – Die Ausstattung

Für eine erfolgreiche Kaperfahrt benötigte das Piratenschiff auch eine Kammer für verschiedenste Waffen. Das Entermesser beispielsweise wurde meist nur an Bord eines fremden Schiffes benutzt. Seine kurze Klinge war ideal für Kämpfe von Mann zu Mann und wurde daher von vielen Piraten gerne genommen. Auch die Muskete war für den Nahkampf sehr geeignet. Da sie einen verkürzten Lauf hatte, verfügte sie auch nur über eine kurze Reichweite. Dabei wurden all diese Waffen in einen besonderen Raum auf dem Schiff verwahrt. Hierbei besaß jedes Piratenschiff auch eine sogenannte „Pulverkammer“. Dieser Raum war möglichst weit weg von der Kombüse, da das Pulver auf keinen Fall mit Feuer in Berührung kommen durfte. Des Weiteren hatte das Piratenschiff auch eine Küche ( Kombüse), ein Batteriedeck, auf dem die Kanonen und das Kanonenzubehör standen, Schlafkojen und Provianträume für die Nahrungsmittel.

Arten von Piratenschiffen

Neben dem sehr schnellen und wendigen Segelschiff, gab es auch Piratenschiffe, die andere Schiffsformen aufwiesen. So war die „Schaluppe“ vor allem ein sehr vorteilhaftes Schiff für Piraten und Schmuggler. Das Schiff war im Vergleich zu anderen Piratenschiffen sehr klein und somit schnell und einfach zu manövrieren. Mit seinen Segeln konnte eine Geschwindigkeit bis zu 11 Knoten erreicht werden. Eine weitere Ausführung des Piratenschiffes war die „Schaluppe der Royal Navy“. Sie war im Vergleich zur Schaluppe größer, hatte jedoch auch mehrere Kanonen. Dieses Piratenschiff konnte mehr als 70 Piraten beherbergen. Des Weiteren war auch die Fleute eine beliebte Schiffart für das Piratenschiff. Dieses Schiff war nicht nur sehr groß, sondern beeindruckte auch viele Opfer. Zudem konnten viele Piraten auf dem Schiff untergebracht werden, obgleich die Fleute billig zu bauen war.

Sloop – ein kleiner Dreimaster

Ursprünglich war die Sloop ein kleiner Einmaster, schnell und wendig, und bot Platz für bis zu 75 Mann und 14 Kanonen. Später wurden dann auch kleinere Zwei- und Dreimaster als Sloop bezeichnet. Sie waren das, was dem optimalen Piratenschiff am nächsten kam.

Schoner – das amerikanische Piratenschiff

Die amerikanische Version der Sloop, definiert als kleiner Zweimaster. Geringer Tiefgang und enorme Geschwindigkeit waren die Vorteile des Schoners, wobei er aufgrund der eher schmalen Bauweise ein begrenztes Ladevolumen besaß.

Bark – Beliebt bei Piraten in der Karibik

Kleiner Dreimaster, der in karibischen Piratenkreisen sehr beliebt war. Problemlos war es möglich, mit der Bark bis Afrika zu segeln. Etwa 90 Mann und bis zu 12 Kanonen hatten Platz an Bord.

Brigantine- ein schneller Zweimaster

Ein schneller Zweimaster, eigentlich eine Kreuzung zwischen Schoner und der etwas grösseren Brigg. Geeignet für bis zu 16 Kanonen und 120 Männer.

Dreimaster – das große Piratenschiff

Die „echten“, großen Schiffe. Wenngleich natürlich langsamer und schwerer als ihre kleineren Kollegen, wurden auch Dreimaster von einigen Piraten bevorzugt. Sie boten einfach mehr Seetauglichkeit, mehr Raum und Platz für bis zu 40 Kanonen. Auch die Fregatten zählen dazu.

Bekannte Piratenschiffe

Auch heute noch sind die längst versunkenen Piratenschiffe bekannt und berühmt. So wurde erst vor kurzem das Schiff „Queen Ann’s Revenge“ von dem wohl berühmtesten Piraten Blackbeard auf dem Meeresgrund gefunden. Blackbeard hieß mit bürgerlichem Namen Edward Teach und soll im Kampf brennende Lunten in seinen Bart gesteckt haben, um seinen Gegnern Furcht einzuflößen. Neben ihm wurde auch Sir Henry Morgan durch seine erfolgreichen Ausbeutungen berühmt. Sein Piratenschiff, die Merchant Jamaica, war ein wendiges Segelschiff, welches so schnell war, dass die Opfer das Schiff nicht einmal beschreiben konnten

Piratenschiff – Queen Anne’s Revenge

  • Piratenkapitän: Edward Blackbeard Teach
  • Dreimaster, 40 Kanonen, 200 Mann

Piratenschiff – Merchant Jamaica

  • Piratenkapitän: Herny Morgan
  • Die Merchant Jamaica war ein Dreimaster   mit 20 bis 25 Kanonen

Piratenschiff – Royal Fortune

  • Piratenkapitän: Bartholomew Roberts
  • Fregatte, 42 Kanonen

Piratenschiff – Whydah

  • Piratenkapitän: Samuel Bellamy
  • Ex-Sklavenschiff, 28 Kanonen

Piratenschiff – Revenge

  • Piratenkapitän: Stede Bonne
  • Sloop, 10 Kanone, 70 Mann

Piratenschiff – Fortune

  • Piratenkapitän: Edward Low
  • Sloop, 10 Kanonen

Piratenschiff – Fancy

  • Piratenkapitän: Edward England
  • Unbekannt, 34 Kanonen, 170 Mann

Piratenschiff – Fancy

  • Piratenkapitän: Henry Avery
  • Kriegsschiff, 46 Kanonen, 150 Mann

Golden Hinde

  • Piratenkapitän: Sir Francis Drake
  • Die Golden Hinde ( Goldene Hirschkuh) war 26 m lang, 5,6 m breit und hatte einen Tiefgang von 2,2 m.
  • ~ 18 Kanonen. 60 Mann

Piratenschiff  für Kinder

Käptn Sharky Piratenschiff

Lego Piratenschiff Juniors

  • Das Lego Piratenschiff Juniors ist für ganz kleine Piraten, die hier schon einmal Ihre ersten Abenteuer als Piratenkapitän erleben können

Lego Piratenschiff für kleine Piraten

  • Piratenkapitän: Frei wählbar
  • Das Lego Duplo Piratenschiff ist 65cm lang und kann auch wirklich im Wasser schwimmen. Besatzung sind 4 Mann und eine Kanone und hat zum Entern feindlicher Piratenschiffe auch einen Rammbock. Wenn der Piratenkapitän des Lego Piratenschiffes mal nicht zufrieden ist gibt es sogar ein Gefängnis. Das Durchschnittsalter der Piratenbesatzung liegt zwischen 4 – 7 Jahren

Lego Piratenschiff für etwas größere Piraten

  • Piratenkapitän: Frei wählbar
  • Das Lego Piratenschiff für größere Piraten ist auch mit diversen Ausrüstungsgegenständen versehen, die es leicht machen für größere Piraten, gefährliche Abenteuer in der Karibik zu bestehen

Playmobil Piratenschiff

  • Das Playmobil Piratenschiff ist ebenfalls für etwas größere Piratenkapiäne. Keine Gande für Handelschiffe! Anker lichten, Leinen los!  Das Playmobil Piratenschiff ist 68cm lang und tarnt sich zuerst als Handelsschiff. Aber dann zeigt es sein Piratenherz mit einer Totenkopfflagge und Kanonen und hat auch ein Gefängnis und eine Schatzkammer für die geraubten Waren.

Playmobil Piratenschiff – Das große Flaggschiff

  • Das große Playmobil Piratenflaggschiff ist für Piraten zwischen 4-10 Jahren. Bis es aber steht und alles zusammengeabut ist braucht man schon ein wenig Zeit und Geduld.

Mehr zu Piratenschiffen von Lego, Playmobil und Käptn Sharky mit Bilder  gibt es auch auf unserer speziellen Seite zu Piratenschiffen für Kinder – einfach hier klicken

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